| es
regnet in strömen. auf dem interstate richtung osten rasen die trucks mit
90 meilen vorbei, whiteout. einzige chance: sich nicht überholen lassen.
nach 20 meilen ist der spuk, bzw regen vorbei. vor dem smoky mountains national
park stoppe ich in knoxville. downtown ist beflaggt mit 9/11-we remember.
die old city ist ca. 2 minuten im quadrat. neue zeitzone, plus eins. fahre weiter
in den park bis cades cove, zelte auf einem riesigen, fast leeren zeltplatz im
wald und fahre vor sonnenuntergang den oneway-loop ab, autocorso im schneckentempo,
muss im sommer ein absurdes schauspiel sein (jährlich zwei mio besucher,
10 mio im ganzen park). in der nacht starker regen, endet aber pünktlich
zum frühstück um 8:00 uhr.
fahre
weiter in den park, abstecher zu den laurel falls, ein bächlein
das zwei meter über felsen stürzt aber horden von familien
mit kinderwagen anzieht, gespräch mit paar aus georgia, yes,
it's amazing, so beautiful. im visitor center beschaffe ich mir
einen backcountry permit um in den bergen bei newfound gap übernachten
zu können, bewaffne mich mit einem kleinen birkenstamm gegen die
schwarzbären die hier anscheinend überall herumstreunern und
laufe los, insgesamt 9 meilen, erst den grat entlang, dann 2000 fuss
abstieg zum shelter. dieser sieht aus wie ein grosser hasenstall, hat
drei wände und nach vorne maschendraht. statt der angekündigten
horde von 14 nur drei jungs (jason, eric, shane) aus boone, north carolina.
das flusswasser soll man abkochen.
am nächsten morgen gemeinsam los. falscher weg, nach einer
stunde wieder am shelter. ich allein den berg hoch, die jungs zur strasse um per
anhalter weiter. nach 200 höhenmetern schnee, nach 3 1/2 stunden wieder beim
auto, schneesturm, treffe gemeinsam mit den jungs ein. fahre einen von ihnen zu
ihrem auto, gemeinsames lunch in gatlinburg und einladung nach boone. wieder zurück
über die berge (tolle ausblicke) und durch die cherokee indian reservation.
übernachte im nantahala outdoor-center, inzwischen north carolina. die übrigen
gäste allesamt abenteurer die den gesamten apalachian trail (ca. 2100
meilen, 6 monate) wandern, grosse neugier meinerseits. ein einsamer wolf streift
vor dem aufenthaltsraum herum.
per
auto weiter nach ashville, netter ort, lunch im laughing seeds ökocafe.
melde mich telefonisch in boone an, die erste hälfte des blue ridge
parkway nach norden ist gesperrt, die zweite noch nicht, geniesse die
einsame fahrt in sturm und etwas schnee. am abend bei den brüdern
jason und eric und ihren freundinnen, den schwestern amanda und wendy.
irish car bombs (schnapsglas mit whiskey/baileys in ein pint guiness
und ex) und fantastische barbecue pork ribs. gespräche um nazcar-racing,
baseball, football, die zeit in der navy. unzählige michelob light
beer. jason hat die initialen seiner beiden geschwister auf der brust
tätowiert, daneben je ein grosser blitz der sich über die
schulter zieht, flugzeugträgerzeit-tattoos. tiefe soziale einblicke.
nach brüderlichem zwist verschwinden jason und wendy nch hause,
ich ins gästezimmer. wie immer: die besten bilder sind die, die
man nicht gemacht hat.
ausgeschlafen aber noch nicht ganz fit, fliege ich
morgens zuerst die verschneite treppe runter. dann weiterfahrt per auto zur im
triangle chapel hill/raleigh/durham ansässigen verwandtschaft. davor stop
in winston-salem, kunstszene in downtown, lebendiges freilichtmuseum in ursprünglich-deutsch
old salem, mit fachwerkhäusern und mädchen-college.
am späten nachmittag endlich wiedersehen mit der amerikanischen
familie (cousin meiner mutter). sehr netter empfang durch kathi und
tochter arianna, zuletzt vor 17 jahren getroffen, carl kommt erst am
abend aus japan. tolles altes farmhaus, hunde, katzen. am
abend gleich mit arianna los zum rugby-alumni treffen, starke jungs
und mädels die light beer aus plastikkübeln trinken, nicht
reden sondern brüllen und unanständiges liedgut skandieren.
ich trinke statt light immer gutes bier, setze mich in der dritten bar
zu fremden leuten an den tisch und missioniere für die sache europas.
der nächste tag startet spät. spaziergang mit anna über
den unicampus in chapel hill und später mit carl durch wald und
an see. am abend fahrt im audi s6 mit arianna und carl zu bar in durham
zur fernsehübertragung des college-league basketball halbfinals.
das örtliche uniteam duke verliert mit einem punkt gegen connecticut.
trauer in durham. |