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jean lafitte nature preserve, ein stück sumpf im süden von
new orleans, auf alligator-sightseeing. sind gut getarnt, entdecke aber
doch fünf von ihnen. ziemlich träge viecher, vielleicht zu
kalt. dann fahrt richtung norden nach jackson, mississippi. kurz vor
der grenze ein stop in kentwood, louisiana, dem geburtsort von britney
spears. im ort kein hinweis darauf, aber genug gründe hier wieder
zu verschwinden. spät am mittag ankunft in jackson und quartiernahme
im motel-6. am abend in downtown ist eine grosse the glory of baroque
dresden ausstellung, nach einer kurzen diskussion werde ich noch
eingelassen und einem deutschen gemälderestaurator aus stuttgart/dresden
vorgestellt, tobias, der hier zwei monate residiert und die ausstellung
betreut. wir gehen ein bier trinken und tauschen usa-erfahrungen aus,
nicht so viel los hier, aber ist ja wochenanfang.
ausschlafen
und tagebuch-update, um 11:00 uhr gehts weiter, fette schnakenstiche
(noch von new orleans?) an den beinen. auf dem natchez trail parkway
folge ich einer alten indianerstrasse, idyllisch gelegen zwischen wald
und blumenwiesen. wetter und wenig verkehr lassen eine meditative stimmung
aufkommen. diese wird jäh vom blaulicht der ranger patrol gestört,
63 statt 50 miles. gebe mich zerknirscht und verspreche mit 50 weiterzu-fahren.
noch mal glück gehabt, aber die stimmung ist dahin. in tupelo,
dem geburtsort von elvis fahre ich eine schleife, wieder kein touristischer
hinweis. vor memphis noch mal günstig übernachten, zelte im
wall doxy state park bei holly springs an einem see mit zypressen. über
6000 meilen hinter mir, noch 33 bis memphis.
auf bei sunrise und fotospaziergang
um den see. um 10:00 uhr steh ich in der shuttle-schlange gegnüber graceland,
heim des elvisclans in memphis. leider keine bilder, video ist nicht erlaubt.
ziemlich muffig und kleinbürgerlich alles, extrem geschmacklose einrichtung.
alles etwas kleiner als meine erwartungen. the king liegt zwischen bruder
und eltern im garten begraben. ums eck, im american inn einquartiert und ab nach
downtown die frisch saniert ist.
  um
17:00 uhr verfolge ich im prächtigen peabody hotel die traditionelle
(seit 1930) entenprozession. von ihrem brunnen in der hotelhalle werden
die enten vom duckmaster über roten teppich zur eigenen suite geleitet.
am abend sehe und höre ich in b. b. kings eigenem blues club in
beale street, where blues was born, john lee hooker junior
mit band und jungem, weissem gitarrengott.
nach
frühstück und spaziergang auf dem historischen elmwood cemetary
dann besuch des national civil rights museums im lorraine motel, dem
ort wo martin luther king jr. erschossen wurde. das gebäude gegenüber
von wo der killer geschossen hat ist auch teil des museums, das die
geschichte der schwarzen bürgerrechtsbewegung präsentiert.
in der gleichen gegend finden sich auch ein paar gallerien, kleiner
plausch mit einer jungen, sehr attraktiven foto-kuratorin. beim AAA
wieder ein dutzend strassenkarten und führer abgestaubt. ruhiger
abend im motel. insgesamt sehr positiver eindruck von memphis, erinnert
irgendwie an glasgow, sehr relaxt und nicht übermässig touristisch.
am
26.03. über kleine strassen im süden (orte: moscow, la grange,
pocahontas, savannah) richtung nashville. ziel ist lynchburg, tennessee,
die distillerie von jack daniel's whiskey. der ort entspricht tatsächlich
exakt dem werbeimage, auch die hügellandschaft in der umgebung
ist sehr idyllisch. während der führung fliegen wilde truthähne
ein, der führer ist ein echtes original in jeanslatzhose und baseballcap
und einem ganz starken, singenden südstaatendialekt und sehr laid
back, weshalb die führung auch fast zwei stunden dauert. hektik,
um noch bei tageslicht einen campingplatz in einem zu finden. im tims
ford state park endlich fündig, alles voller rv's und familien.
früh
auf und vor 8:00 uhr auf der strasse. wegen einer gesperrten spur in
nashville wieder mal stau. für zwei nächte motel-6 gebucht.
gleich nach ankunft die solitary man in die autostereo eingeschoben
und ab nach hendersonville, johnny cash avenue. das wohnhaus (house
of cash) wird wohl museum, ist bisher aber nicht öffentlich. june
und johnny liegen auf dem örtlichen friedhof, ganz unauffällig.
gegenüber vom house of cash ist trinity city, eine bilderbuchsiedlung
aus fernsehstudios, kirchen, weihnachtskitsch und blühenden obstbäumen.
überhaupt: jedes zweite gebäude in der bibelhaupstadt nashville
ist eine kirche.
die
neue grand ole opry, die bühne und studio der countrymusik
ist angeschlossen an riesen-hotelkomplex mit überdachten gartenanlagen
und gigantischer shopping mall, sogar mit boots-center. am abend endlich
nach downtown, überall countrymusik. definitiv nicht mein fall.
bars voll hässlicher, fetter schweinefarmer (sehen jedenfalls so
aus), die band sieht aus und spielt wie ihr publikum und alle trinken
bud- oder miller-light (keine ausnahme). ich stürze meine bierbrause
(lite) runter und mache mich vom acker.
wieder
heisser tag, sightseeing in downtown, die gegend um das state capitol
ist voll militanter soldaten- und kriegsdenkmäler, teils in faschistischem
stil. in der county hall of fame lausche ich einer demonstration von
dobro metall-gitarren aus den 20er und 30ern. in einem park eine massstabsgetreue
nachbildung des griechischen parthenon.statt sandstein eine art plattenbau-oberfläche.
die
nachbildung der goldenen athene im innern ist leider nur im sommer zugänglich.
früh zurück im motel um diese woche online zu bringen, denn
morgen gehts richtung berge, bin schon gespannt auf die smoky mountains,
allerdings im eigenen fernsehwetterkanal regen vorhergesagt.
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