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letzte tag in phoenix. mein internetanschluss funktioniert seit prescott
nicht mehr, vergebliche suche nach einem apple service, wofür der
halbe morgen draufgeht (wie sich in tucson herausstellt liegt es gar
nicht am computer, sondern an den telefonanschlüs-sen). wir fahren
den apache trail in die superstition mountains, ghosttown, wüste,
kakteen und ein see. auf dem rückweg fahren wir bei einer grossen
outlet mall vorbei und verbringen vier (!!!!) stunden mit klamotteneinkauf,
womit sich das abendprogramm erledigt. da ich eigentlich lisa, eine
freundin von uwe und shana treffen wollte, rufe ich wenigstens noch
an und wir vereinbaren ein treffen im mai in stuttgart oder berlin.
beim
aaa (american automobile association) erweitere ich meine kartensammlung,
dann richtung tucson. stop in casa grande, eine indianische lehmruine
mit schutzdach aus den 1930ern. da seit phoenix die wüste herrscht
(über 30°c), kaufe ich bei walmart endlich eine kühlbox
für meine fiilme. in tucson besuchen wir amart in der hoffnung
einen legendären, gigantischen flugzeug-friedhof zu entdecken und
bekommen statt dessen eine geführte bustour durch ein ersatzteillager
für militärflugzeuge in begleitung invalider veteranen, that's
a supersonic isn't it?
danach treffen wir endlich frank und cecile moore, freunde der familie
hartung, bei denen wir residieren. ein sehr schönes haus mit wüste
hinter dem pool. wir reden bis spät. am
10.03. werden wir geführt, in das
desert museum und auf einen aussichtshügel. ich gebe die farbfilme
der ersten vier wochen in ein fachlabor zum entwickeln (fast 50 stück).
am abend auf dem weg zum japanischen steakessen (wie hiess das noch...)
der beste sonnenuntergang aller zeiten. mein fortune-cookie-spruch gefällt
mir, auch die deko auf einem rv (recreational vehicle)-ersatzrad, einige
tage später gesichtet.
um
5:00 uhr wach und jürgen zum flughafen gefahren (fliegt zum powder-ski
nach colorado, dann zu adi nach texas, wo wir uns evtl. noch einmal
treffen). im an-schluss gleich den sonnenaufgang im saguaro national
park east fotografiert, um mich herum wuseln javelinas (wildschweinchen)
und quails (wachteln). eine grosse eule und ich erschrecken uns gegenseitig.
um 8:00 uhr bei frank und cecile zum frühstück zurück.
mit frank zum center for creative photography an der uni tucson
und ins benachbarte museum. zu mittag ins china-buffet. die filme abgeholt
um dann wegen reklamation derselben noch den rest des nachmittags im
stadtverkehr zu verbringen. am abend das update für woche fünf
bis in die nacht, sehr müde.
am
12.03. nehme ich abschied von tucson und besonders von frank und cecile,
ein weiterer tag und ich hätte mich dort fest angesiedelt. im saguaro
park mache ich noch eine morgendliche rundfahrt. hinter tucson, in vail,
stosse ich auf eine musterhaus-siedlung die ich sogleich besichtige.
upper class villen mit bach und grünem golfplatz mitten in der
sonora-wüste. vor new mexico ein kurzer stop in dragoon für
ein hervorragendes indianer-museum und schöne felslandschaften,
ähnlich joshua tree n.p. dann teilweise im regen bis zu den white
sands dünen durch-gefahren, die ich bei sonnenuntergang erreiche,
hektische letzte-chance-knipserei. schneeweisse gipsdünen umgeben
von missile testranges. im dunkel bis alamogordo weitergefahren, wo
mich ein roadsign ins motel-6 lotst, um 10:00 uhr schlafen.
früh
am nächsten morgen fahrt durch das mescalero apachen reservat,
wo im radio hänsel und gretel als hörspiel läuft und
anschliessend 40 meilen lang strassenarbeiten stressen. ufo-roswell
entpuppt sich als fürchterliches kaff und nach dem besuch des ramschigen
ufo museums und forschungszentrums bin ich mir fast sicher dass der
ufo incident damals ein cleverer marketingtrick war. am mittag erreiche
ich die carlsbad caverns, eine der grössten höhlen der welt.
mangelhaft erleuchtet erfolgt die erkundung im halbdunkel und gefällt
deshalb nicht. vor sonnenuntergang gleich weiter zum guadalupe mountains
national park in texas. mächtige felsklippen in fantastischem abendlicht.
an diesem abend kein zeltplatz mehr frei, muss deshalb 25 meilen zurück
nach new mexico um mein zelt auf staubigem government wüstenland
zwischen alten bierflaschen aufzuschlagen.
am
nächsten morgen, 8:10 ergattere ich gerade noch einen zeltplatz
für die folgende nacht, wochenende und springbreak. frohen muts
schlage ich mein zelt auf und mache mich dann daran texas' höchsten
berg zu erklimmen, guadalupe peak (8749 fuss=2667 m). der aufstieg von
900 meter erfolgt ab der hälfte plötzlich in dichten wolken,
die unglaubliche sicht beträgt 50 m. nach zwei stunden stehe
ich mit heerscharen von boyscouts auf dem gipfel und bin nach mittagspause
und weiteren 90 minuten auch schon wieder unten, die tiefhängenden
wolken wären schottland würdig. nach einem spaziergang im
mckittrick canyon entdecke ich, dass eine meile westlich des tals und
zeltplatzes der nebel plötzlich abreisst, das prägnante cliff
el capitan stellt sich inmitten von wolkenfetzen dem sonnenuntergang
und dem fotografen. schlafenszeit um 21:00 uhr und halbzeit für
meinen roadtrip.
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