| das
nasse zelt eingepackt und um 8:00 uhr los. noch ein paar bilder in joshua tree
mit der grossen kamera, dann durch die mojave-wüste über daggett wegen
grosser solaranlagen, nicht gefunden. benachbarte ghost-town calico mit zwei busladungen
japanern, schön die färbungen des gesteins, ein pool roten wassers mit
wolkenspiegelung. den ganzen tag über fantastische wolkenstimmungen. mojave:
verlorene palmen, verlassene ranches, bergauf, bergab. übernachtung ausserhalb
von death valley im hostel in tecopa, die einrichtung ein sperrmüll-sammel-surium,
vor dem hostel ein dreistöckiger sternbeobachtungsturm.
am
nächsten morgen früh lange fahrt auf kleiner strasse über badwater
(tiefster punkt der usa, -85 m) ins death valley. wegen der heftigen regenfälle
(joshua tree) die besten routen gesperrt. wandere im golden canyon, zelte umsonst
auf dem campground emigrant. ein franzose klärt mich auf wie man den
stand des motoröls prüft. sonnenuntergang am zabriskie point
(film von m. antonioni), musik jerry garcia. nach guter zeltnacht titus canyon
(unbefestigte strasse durch enge schlucht), hell's gate aussicht, heute wieder
geöffnet: artist drive mit artist palette und dante's view: stürmischer
blick von 1669 m auf -85 m.  kleine
wildblumen spriessen entlang der strasse. übernachte wieder in tecopa,
der öffentlichen hot springs wegen. nacktbaden in zwei mineralwasserbecken
von etwa 45-50° C, tag und nacht frei zugänglich, leider geschlechtertrennung,
einer der stammgäste uriniert in einen spezialbecher, der sich dann in ein
trinkgefäss umwandeln lässt. abschied von californien.
am
26. 02. dann das kurze stück nach vegas auf reservetank über einsamen
bergpass. triumphale einfahrt von süden auf den strip (las vegas boulevard).
ceasar's palace, stardust, bellagio, new york new york, mandalay bay, excalibur,
casinos und hotels mit je über 4000 betten. finde nach 40-minütiger
suche die rezeption des circus circus um mich dann doch downtown im hostel einzuquartieren,
das von der italienischen mafia geleitet wird. in downtown vegas der soziale und
architektonische verfall, eine church mission, motels für $ 100 die woche,
casinos ohne glimmer. fotografiere eine serie von motels.
entfliehe
am nächsten tag der hure vegas und und ihrer in einkaufszentren schamlos
zur schau gestellten massagen zum hoover dam und zum veterans memorial cemetary
in boulder city. auf
dem rückweg eine fotografische exkursion nach henderson, einem middle class
neubau-vorort von vegas. trampolin-vorführungen der hiesigen jugend.
am
morgen beim frühstück in einem casino in downtown ($ 1.75) soziale studien.
vor mir in der please wait to be seated schlange eine mexikanische familie
mit neun kindern, die älteste tochter mit silikon-über-oberweite wahrscheinlich
im entertainment-business tätig.
am
28.02. trifft mein bruder jürgen in vegas ein, sein koffer wird uns zwei
tage später nach zion nachgeliefert. wir logieren in eigener suite im jockey
club und versuchen unser glück in den casinos. juergen erfolglos an der elvis-slotmachine.
im roulette gewinnen wir $ 1 und haben uns damit das flamingo-büffet im paradise
garden hart erarbeitet. dann schlägt bei jürgen jetlag und angina durch,
ich schreibe am reisebericht. die el rio lodge im zion national park ist für
zwei nächte gebucht.

auf
dem weg dorthin abstecher ins valley of fire. davor im mini moapa reservat fireworks-verkauf
inklusive abschussrampe. im valley feuerrote sandsteinformationen und 2000 jahre
alte indianische petroglyphen. dazu ein bilderbuchblauer himmel. als wir zion
erreichen ist es bereits dunkel und 2000 meilen fahrt liegen hinter mir. |