16.02.-22.02.2004, hollywood-los angeles-joshua trees

vom 16.-20.02. logiere ich im orbit hostel an der melrose avenue, west hollywood. das hostel ist genauso hip wie die gegend, die leute ein spiegel hollywoods, olli aus toronto der hier eine platte aufnimmt, chris der comedian aus middlesborough, england.
in den nächsten tagen vor allem sightseeing und museen, mir wird klar, um hier orientierung zu bekommen oder mike davis' city of quartz spuren zu verfolgen sind monate notwendig. am 16. lacma, das los angeles county museum of art, interessante architektur, am abend vergnügungsmeile sunset strip. am 17.02.zum getty museum nach brentwood, beverly hills, aussergewöhnlich in jeder hinsicht. danach auf david lynchs spuren, mulholland drive mit aussichtspunkt runyon canyon park. sicht leider sehr schlecht, dunstig. die villen sind alle gut versteckt, bzw verbar-rikadiert. am abend zusammen mit hostel-genossen besuch von chris' auftritt im dublin auf dem sunset strip, the most shocking comedy performance ever! beim heimweg kratzt der taxifahrer plötzlich die kurve anstatt wechselgeld zu geben.
schwarzer tag heute am 18., es regnet den ganzen tag. will mit dem auto nach downtown zum moca (museum of contemporary art), entdecke nach 40 minuten planlosen um-den-block-fahrens, dass parken überall drei dollar pro 15 minuten kostet und fahre stattdessen nach universal city zur obligatorischen und teuren filmstudio-tour. das strassenpflaster ist nur für sonne gedacht, weshalb ich viermal ausrutsche und auf ausgerechnet auf der toilette voll auf die fresse fliege. bei der jurassic park-wasserfahrt schlage ich mir noch einen wirbel an. die fahrt durch die kulissen-stadt ist aber interessant. beschliesse disneyland zu streichen.

am nächsten tag endlich downtown los angeles (mit dem bus), das moca ist geschlossen, dafür robert doisneau fotoausstellung in der auch sonst sehenswerten bibliothek. wolkenkratzer im anglo-saxon financial district, die shopping und fress-meile broadway ist fest in mexikanischer hand, zwei strassen weiter (auf der suche nach gallerie) plötzlich in industrial downtown, fischfabriken, nur farbige, vor allem homeless, durchdringender pissegeruch. wieder zwei strassen richtung norden: das wohlhabende little tokyo mit moca geffen contemporary, wieder fotoausstellung (street-credibility), dann noch chinatown, weniger touristisch als in san francisco, künstlereigene, junge gallerien haben sich integriert.

am abend kurzer abstecher zum walk of fame, hollywood boule-vard, wo sich gerade eine menge tummelt. ich bekomme ein premierenticket in die hand gedrückt und sitze plötzlich in hollywoods traditionsreichstem kino, dem chinese man theatre, allerdings nur zur premiere von gumball 3000, dokumentation eines autorennens reicher hirnamputierter durch die usa. held ist wer am meisten strafmandate abräumt (eine bringts auf 12.000 $). die hirnamputierten sind selbst da und fahren ihre lambos (lamborghinis), porsche etc, anschliessend auch selber weg.


heute noch dies und das, venice beach (sehr schön), rodeo drive (teuer) und griffith observatory (drehort von james deans rebel without a cause) auf dem mount hollywood. observatory wegen renovierung geschlossen, aber tolle rundumblicke auf stadt und umgebung, leider wieder dunstig. tolle stadt, viel mehr los als in san francisco, mehr multi-kulti.




good-bye l.a., hello pasadena, aus zeitgründen heute, am 21.02. nur das huntington (library, museum, botanical garden) mit manuskript von thoreaus walden und aussergewöhnlichem desert-garden, dann weiter nach palm springs, wo angeblich die reichen und schönen golfspielend überwintern. direkt davor riesige wind-farmen und containerzüge mit vier loks und zwei kilometern fracht.


beschliesse heute noch im joshua tree national park zu campen und muss deshalb besichtigung der golfplätze absagen. joshua trees bereits im halbdunkel faszinierend, schlage zelt auf im hidden valley campground. bei der zubereitung meines abend-mahls, drehe meinen vorräten für 10 sekunden den rücken, schnappt sich ein coyote oder anderes vieh (oder camper) mein ganzes brot und meine campingtöpfe (!). schlafe diese nacht mit offenen augen und ohren. übrigens zeigt mein armaturenbrett an diesem abend die ersten 1000 gefahrenen meilen.


es regnet den ganzen tag, wüstenvegetation in schottischem wetter. trotzdem oder gerade deshalb faszinierend, otherworldly. am morgen dichter nebel, die bäume nur schemen. es wird kälter, auf den bergen fällt schnee, später auch für kurze zeit auf dem campingplatz. kühle nacht und früher start am nächsten morgen richtung death valley.