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16.-20.02. logiere ich im orbit hostel an der melrose avenue, west hollywood.
das hostel ist genauso hip wie die gegend, die leute ein spiegel hollywoods, olli
aus toronto der hier eine platte aufnimmt, chris der comedian aus middlesborough,
england. in den nächsten tagen vor allem sightseeing und museen, mir wird
klar, um hier orientierung zu bekommen oder mike davis' city of quartz
spuren zu verfolgen sind monate notwendig. am 16. lacma, das los angeles county
museum of art, interessante architektur, am abend vergnügungsmeile sunset
strip. am 17.02.zum getty museum nach brentwood, beverly hills, aussergewöhnlich
in jeder hinsicht. danach auf david lynchs spuren, mulholland drive mit
aussichtspunkt runyon canyon park. sicht leider sehr schlecht, dunstig. die villen
sind alle gut versteckt, bzw verbar-rikadiert. am abend zusammen mit hostel-genossen
besuch von chris' auftritt im dublin auf dem sunset strip, the most shocking comedy
performance ever! beim heimweg kratzt der taxifahrer plötzlich die kurve
anstatt wechselgeld zu geben.
schwarzer
tag heute am 18., es regnet den ganzen tag. will mit dem auto nach downtown zum
moca (museum of contemporary art), entdecke nach 40 minuten planlosen um-den-block-fahrens,
dass parken überall drei dollar pro 15 minuten kostet und fahre stattdessen
nach universal city zur obligatorischen und teuren filmstudio-tour. das strassenpflaster
ist nur für sonne gedacht, weshalb ich viermal ausrutsche und auf ausgerechnet
auf der toilette voll auf die fresse fliege. bei der jurassic park-wasserfahrt
schlage ich mir noch einen wirbel an. die fahrt durch die kulissen-stadt ist aber
interessant. beschliesse disneyland zu streichen.
am
nächsten tag endlich downtown los angeles (mit dem bus), das moca ist geschlossen,
dafür robert doisneau fotoausstellung in der auch sonst sehenswerten bibliothek.
wolkenkratzer im anglo-saxon financial district, die shopping und fress-meile
broadway ist fest in mexikanischer hand, zwei strassen weiter (auf der suche nach
gallerie) plötzlich in industrial downtown, fischfabriken, nur farbige, vor
allem homeless, durchdringender pissegeruch. wieder zwei strassen richtung norden:
das wohlhabende little tokyo mit moca geffen contemporary, wieder fotoausstellung
(street-credibility), dann noch chinatown, weniger touristisch als in san francisco,
künstlereigene, junge gallerien haben sich integriert.
am
abend kurzer abstecher zum walk of fame, hollywood boule-vard, wo sich gerade
eine menge tummelt. ich bekomme ein premierenticket in die hand gedrückt
und sitze plötzlich in hollywoods traditionsreichstem kino, dem chinese man
theatre, allerdings nur zur premiere von gumball 3000, dokumentation eines
autorennens reicher hirnamputierter durch die usa. held ist wer am meisten strafmandate
abräumt (eine bringts auf 12.000 $). die hirnamputierten sind selbst da und
fahren ihre lambos (lamborghinis), porsche etc, anschliessend auch selber
weg.
 heute
noch dies und das, venice beach (sehr schön), rodeo drive (teuer) und griffith
observatory (drehort von james deans rebel without a cause) auf dem mount
hollywood. observatory wegen renovierung geschlossen, aber tolle rundumblicke
auf stadt und umgebung, leider wieder dunstig. tolle stadt, viel mehr los als
in san francisco, mehr multi-kulti.

good-bye l.a., hello pasadena, aus zeitgründen heute, am 21.02.
nur das huntington (library, museum, botanical garden) mit manuskript
von thoreaus walden und aussergewöhnlichem desert-garden, dann
weiter nach palm springs, wo angeblich die reichen und schönen
golfspielend überwintern. direkt davor riesige wind-farmen und
containerzüge mit vier loks und zwei kilometern fracht.
beschliesse heute noch im joshua tree national park zu campen und muss
deshalb besichtigung der golfplätze absagen. joshua trees bereits
im halbdunkel faszinierend, schlage zelt auf im hidden valley campground.
bei der zubereitung meines abend-mahls, drehe meinen vorräten für
10 sekunden den rücken, schnappt sich ein coyote oder anderes vieh
(oder camper) mein ganzes brot und meine campingtöpfe (!). schlafe
diese nacht mit offenen augen und ohren. übrigens zeigt mein armaturenbrett
an diesem abend die ersten 1000 gefahrenen meilen.
 es
regnet den ganzen tag, wüstenvegetation in schottischem wetter. trotzdem
oder gerade deshalb faszinierend, otherworldly. am morgen dichter nebel, die bäume
nur schemen. es wird kälter, auf den bergen fällt schnee, später
auch für kurze zeit auf dem campingplatz. kühle nacht und früher
start am nächsten morgen richtung death valley.
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